Fragen und Antworten

Wir lieben es Fragen zu stellen und die Welt zu erforschen!

Welche Fragen hast Du an uns? Schreib uns germe 🙂

Der BeteiligungsBus beteiligt Kinder mit ihren Bedürfnissen und Wünschen für die Schule und das Lernen im Heute und Morgengibt und gibt ihnen eine kreative Bühne dafür.

Der Beteiligungsbus möchte außerdem die Initialzündung für die weitere, partizipative Schulentwicklung im Quartier sein.

Der BeteiligungsBus fährt zu Grundschulen und eröffnet auf dem Schulhof einen niederschwelligen, offenen und wertschätzenden Raum für Begegnung und Dialog zu guter und gerechter Bildung.

Er hat alles an Bord, um Kinder – und auch begeisterungsfähige Erwachsene – mit Pop-Up-Impulsen bspw. in den Pausen oder im Rahmen des Ganztags kreativ die “Schule der Zukunft” malen, bauen, beschreiben, fotografieren oder filmen zu lassen.

Er inspiriert die jeweilige Schulgemeinschaft zudem mit Beispielen aus der Praxis, wie eine gesunde, zukunftsfähige Lern- und Schulkultur aussehen kann und welche Gelingensfaktoren und Initiativen den Wandel unterstützen. Alle Akteur*innen in und um Schule werden zur Beteiligung ermutigt, ihre Schule demokratisch mitzugestalten und ein gemeinsames Bild für die Zukunft entstehen zu lassen.

Um strukturell und nachhaltig zu wirken, wird der weitere Prozess individuell begleitet – durch das Team der Agora und/oder in Kooperation mit passenden Initiativen aus unserem Netzwerk.

Mit partizipativen SchülerInnen-Budgets wird ein Beitrag zu einer demokratischen Schulkultur geleistet.

Die SchülerInnen bestimmen in einem demokratischen Prozess über ein eigenes Budget und gestalten so gemeinsam ihre Schule. ALLE Kinder der Schule werden gleichermaßen im Prozess beteiligt, unabhängig von Sprache, Nationalität und sozialer Herkunft. So wird Demokratie und Chancengleichheit erlebbar und reale Mitbestimmung in einem für sie relevanten Umfeld ermöglicht und sozialer Zusammenhalt in der Klasse als auch in der ganzen Schulgemeinschaft gestärkt.

Ideen werden auf gemeinsamen Zukunftstagen gesammelt, in einem Zukunftsforum mit der Schulgemeinschaft geteilt, mit relevanten AkteurInnen (Schulleitung, Hausmeister, Schulträger etc.) auf Machbarkeit geprüft und endgültige Wahlmöglichkeiten in einem weiteren Schul-Plenum präsentiert. Diesem schließt sich die Diskussions- und Wahlphase an, bei der über einen gewissen Zeitraum ALLE SchülerInnen abstimmen dürfen. Nachdem Klarheit über die Umsetzung der gewählten Ideen sowie ein Umsetzungs-Team gebildet wurde, findet der Prozess in einer Feier am Schuljahresende einen gemeinsamen Abschluss.

Wir von der Agora Neues Lernen unterstützen dabei, indem wir den methodisch-strukturellen Rahmen für die Ein- und Durchführung des SchülerInnen-Budgets bieten, mit dem BeteiligungsBus regelmäßig präsent auf dem Schulhof sind und den Prozess im ersten Jahr ganzheitlich begleiten.

Durch die Beteiligung aller SchülerInnen in die gesamten Entscheidungsprozesse zum Budget können sie lernen, ihre individuellen Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen, diese zu artikulieren, zuzuhören, andere Wünsche zu respektieren, Kompromisse einzugehen und so Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Zudem kommen die Kinder in den direkten Austausch mit Verwaltung u. EntscheiderInnen, wenn es um die Umsetzbarkeit ihrer eigenen Ideen geht.

Durch das SchülerInnen-Budget lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur, wie demokratische Entscheidungen getroffen werden, sondern sie entwickeln auch ihre Finanzkompetenz und ihre Fähigkeit zur Planung und Organisation von Projekten. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. So wird die Demokratie und Partizipation der Kinder in Schule gefördert, indem Schülerinnen und Schülern eine aktive Rolle bei der Entscheidung über die Verwendung von Geldern gegeben wird.

Der Zukunftstag ermöglicht alle gewünschten Themen für die Schulgemeinschaft sichtbar und wahrnehmbar zu machen und wesentliche Hebel zu entdecken und zu aktivieren wie Zukunft in der Schule, von der Schulgemeinschaft gelebt und umgesetzt werden kann.

Auf dem Zukunftstag wird die Schule von Morgen mit einer innovativen Methode, dem 3D-Mapping aus der Theorie U, kokreativ von der Schulgemeinschaft gestaltet. Vor allem die nicht gehörten Stimmen werden dabei integriert.

Dieser Prozess ermöglicht, das eigene Schulsystem ganzheitlich wahrzunehmen, Blockaden im System zu erkennen, gemeinsam Zukunft zu gestalten und eine chancengerechte Schulkultur zu entwickeln.

Der AGORA. NEUES LERNEN. Zukunftstag macht Hebel zum Verändern & zukünftige Potentiale sichtbar. Er fördert den Zusammenhalt der Schulgemeinschaft und ermöglicht ihr, mutig die nächsten Schritte zu gehen.

Wir leben in einer Zeit des massiven institutionellen Versagens, in der wir kollektiv Ergebnisse schaffen, die (fast) niemand will. Die Liste ist wohlbekannt: Klimawandel. Hunger. Armut. Terrorismus. Gewalt. Zerstörung von Gemeinschaften, der Natur, des Lebens – der Grundlagen unseres sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und spirituellen Wohlergehens. Diese Zeiten erfordern ein neues Bewusstsein und eine neue kollektive Führungsfähigkeit, um diesen Herausforderungen bewusster, gezielter und strategischer zu begegnen. Die Entwicklung einer solchen Fähigkeit würde es uns ermöglichen, eine Zukunft mit größeren Möglichkeiten zu schaffen.

Wie kann man in Zeiten des Umbruchs lernen und führen, wenn man sich nicht auf die Erfahrungen der Vergangenheit verlassen kann? Diese Forschungsfrage stellte Otto Scharmer vor 20 Jahren am MIT. Das Ergebnis war die Methode und der Rahmen von Theory U und Presencing

Theorie U ist ein neues Narrativ für den evolutionären gesellschaftlichen Wandel: die Aktualisierung unserer mentalen und institutionellen Betriebssysteme in allen Bereichen der Gesellschaft. Was braucht es, um Gesellschaften so umzugestalten, dass sie den drängenden Herausforderungen unserer Zeit gerecht werden? Was braucht es, um die Kraft der Achtsamkeit und des Bewusstseins für die Transformation des kollektiven Systems einzusetzen?

Quelle: www.u-school.org

Theorie U ist

• eine Haltung, die Lernen aus der Zukunft ermöglicht (offener Geist, offenes Herz, offener Wille)

• ein wissenschaftlich erforschtes Rahmenwerk für bewusste, tiefgreifende individuelle & kollektive Veränderungsprozesse

• eine Schatzkiste bewusstseinsbasierter Methoden zur Veränderung von Systemen.

Sie geht davon aus, dass die Qualität der Ergebnisse, die wir in einem sozialen System erzielen, von der Qualität des Bewusstseins abhängt, mit dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Systems arbeiten.

Theorie U ermöglicht in einem schöpferischen Raum kokreativ Zukunft zu gestalten.

Seit 20 Jahren forscht Otto Scharmer zur bewusstseinsbasierten Veränderung in Systemen und verbindet mit in der Theorie U folgende Methoden und Entwicklungslinien:

• Aktionsforschung und organisationales Lernen (Peter Senge, Edgar Schein, Kurt Lewin etc.)

• Design Thinking (nach Tim Brown und Dave Kelly)

• Achtsamkeit, Kognitionswissenschaft und Phänomenologie (Francisco Varela, Jon Kabat-Zinn, David Bohm etc.)

• Impulse der Zivilgesellschaft (Maritn Luther King Jr., Nelson Mandela, Mahatma Gandhi, Indigenous Nations und Millionen Menschen, die die Welt verändern)

Theorie U beschreibt das in die Welt kommen sozialer Wirklichkeit und lenkt dabei unsere Aufmerksamkeit auf die blinden Flecken von Führung und Organisation.

• ein Mapping des gegenwärtigen und des zukünftigen Systems – mit Kopf, Herz & Hand.

• ein Werkzeug zum gemeinsamen Sehen und Verstehen der Elemente des Systems aus mehrere Dimensionen und Perspektiven (Öffnung von Geist, Herz und Wille).

Das 3D-Mapping unterstützt Teams, Schulgemeinschaften, Organisationen dabei, inhärente Möglichkeiten in den Systemen wahrzunehmen, aufzudecken und zu aktivieren.

• eine visuelle Darstellungen von möglichen zukünftigen Projekten, Prototypen und potenziellen Stakeholdern.

• ein transformativer Lenprozess, um wichtige Hebel für die gewünschte Veränderung zu erkennen und kokreativ Zukunft zu gestalten.

Quelle: https://www.u-school.org/3d-modelling

• Aktionsforscher und Senior Lecturer an der MIT Sloan School of Management

• Berater großer Unternehmen, internationaler Institutionen und Nichtregierungsorganisationen weltweit

• Mitbegründer der Theorie U und des Presencing Institutes, einer bewusstseinsbasierten Aktionsforschungsgemeinschaft für tiefgreifende individuelle und institutionelle Erneuerung.

Otto Scharmer hat sein Diplom und seinen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Witten/Herdecke in Deutschland erworben. Er ist Mitglied des UN Learning Advisory Council for the 2030 Agenda, des World Future Council und der High-Level 21st Century Transformational Economics Commission des Club of Rome. Er wurde mit dem Jamieson Prize for Teaching Excellence des MIT und dem European Leonardo Corporate Learning Award ausgezeichnet. Im Jahr 2021 erhielt er den Elevating Humanity Award des Organizational Development Network.

Ein Transformations-Projekt von Otto Scharmer: Vereinte Nationen: Systemtransformation im Aktionsjahrzehnt

Gemeinsam mit seinen Kollegen vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) hat Otto die Dialoge zur Transformation von Systemen in der Aktionsdekade (2020-2021) mitorganisiert. Gemeinsam mit seinen Kollegen vom Presencing Institute hat er 2021 auch zwei Action Learning Interventionen durchgeführt. Die erste, Action Learning Lab, nahm mehr als 400 Entscheidungsträger aus einem halben Dutzend UN-Organisationen mit auf eine virtuelle viermonatige Lernreise zur Transformation von Maßnahmen. Das zweite Projekt, SDG Leadership Labs, hilft den Länderteams der Vereinten Nationen (UNCTs), die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung in ihren jeweiligen Ländern zu beschleunigen. Die SDG Leadership Labs werden derzeit in 14 Ländern in allen Weltregionen durchgeführt.

Quelle: www.Ottoscharmer.com

BNE ist die Abkürzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Sie ermöglicht jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen.
Quelle: https://www.bne-portal.de/bne/de/einstieg/was-ist-bne/was-ist-bne_node.html

Wie kann eine sozial gerechte, wirtschaftlich erfolgreiche und ökologisch verträgliche gesellschaftliche Entwicklung so gestaltet werden, dass alle Menschen – sowohl gegenwärtig als auch zukünftig lebende Generationen – ein gutes Leben führen können? Ausgehend von dieser Fragestellung hat Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) die Aufgabe, uns angesichts der komplexen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu befähigen. 

https://www.bne.nrw/bildungsbereiche/schule/leitlinie/

“BNE versetzt Lernende durch die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten, Werten und Haltungen in die Lage, fundierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt zu handeln sowie für Wirtschaftlichkeit und eine gerechte Gesellschaft einzustehen, die Menschen aller Geschlechteridentitäten sowie heutiger und zukünftiger Generationen stärkt und gleichzeitig ihre kulturelle Vielfalt respektiert” (UNESCO Roadmap BNE2030, S. 8).

BNE-Lernprozesse sind dadurch charakterisiert, dass sie exemplarisch relevante Fragestellungen bzw. Themen aus dem gesellschaftspolitischen und fachwissenschaftlichen Diskurs in ihrer historischen, gegenwärtigen und potentiell zukünftigen Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung aufgreifen.

BNE-Lernprozesse zeichnen sich dadurch aus, dass sie mehrere Dimensionen wie die ökologische, ökonomische, soziale, kulturelle sowie die politische Dimension und ihre Interdependenz berücksichtigen.

BNE-Lernprozesse sind durch multiperspektivische Betrachtungsweisen hinsichtlich unterschiedlicher Denkweisen, fachlicher Zugänge und Narrative, Räume (von lokal bis global), zeitlicher Perspektiven und Interessenlagen gekennzeichnet.

BNE-Lernprozesse beruhen auf systemischem Denken und zielen darauf ab, sowohl fachlich als auch überfachlich vernetztes Wissen zu erwerben. Dabei sollte die Begrenztheit (heutigen) Wissens und (heutiger) Erkenntnisse reflektiert und dem Prozesscharakter nachhaltiger Entwicklung Rechnung getragen werden.

Die Verwirklichung nachhaltiger Entwicklung geht einher mit Unsicherheiten, Widersprüchen und Risiken, welche zu Zielkonflikten und zu persönlichen Dilemmata führen können. Deshalb zielen BNE-Lernprozesse darauf ab, Erkenntnisse zu gewinnen und zu überprüfen, Diskurse zu führen sowie bei der Entwicklung intelligenter Lösungen kreative Wege zu gehen.

BNE beruht wesentlich auf eigenverantwortlichen und partizipativen Lernprozessen. Dies erfolgt mit Methoden und Arbeitsweisen, die zukunftsgerichtete Planungs- und Gestaltungsprozesse fördern.

https://www.bne.nrw/bildungsbereiche/schule/leitlinie-bne-alt/kapitel-2/

Wir unterstützen Dich gerne – sowohl personell und organisatorisch bei der Initiierung und Begleitung von Schulentwicklungsprozessen.

Bei Fragen oder Wünschen, schreib an kontakt@agora-neues-lernen.de . Wir vereinbaren gerne einen Termin mit Dir und Deiner Schule.

Wir unterstützen Dich gerne – sowohl personell und organisatorisch bei der Initiierung und Begleitung von Schulentwicklungsprozessen. Sehr gerne kommen wir mit unserem BeteiligungsBus, unseren Zukunftstagen, dem partizipativen SchülerInnen-Budget oder anderen Formaten an Deine Schule, um gemeinsam Eure Schule der Zukunft zu gestalten und eine neue lebendige Schulkultur zu entwickeln.

Gerne teilen wir auch unser Wissen zu Finanzierungsmöglichkeiten. Bei Fragen oder Wünschen, schreib an kontakt@agora-neues-lernen.de . Wir vereinbaren gerne einen Termin mit Dir und Deiner Schule.